Wettermeckerer
Wer kennt sie nicht, die Leute, die bei jeder Wetterlage etwas auszusetzen haben?
Wetter ist wohl das beste Beispiel für Dinge, die man nicht ändern kann. Deshalb reg ich mich darüber mal nicht auf, bringt ja nix.
Vielleicht ärgern sich deshalb so viele darüber, weil es eben NICHT kontrollierbar ist, wie der Rest ihres durchgeplanten Lebens?

Lieber Ratten im Keller...
...als Verwandtschaft im Haus!!!
Wieviel Wahrheit steckt wohl in diesem Spruch?
Seine Familie kann man sich schließlich nicht aussuchen, höchstens den Kontakt besser koordinieren.
Früher wollte ich es immer allen recht machen und hab immer fleißig gebacken und gekocht, wenn sich familiärer Besuch angekündigt hat. Oder hab Kuchen mitgebracht, wenn wir eingeladen waren.
Mittlerweile hab ich das sehr eingeschränkt.
Der ausschlaggebende Punkt war mal wieder die Geburt meines Sohnes (komischerweise hat sich seit der Zeit sehr viel verändert bzw. meine Sicht auf die Dinge hat sich gewendet).
Alle haben mich schon im Krankenhaus überfallen, an einem Tag hatte ich tatsächlich 10 Stunden am Stück Besuch und war danach mit einem quängeligen Neugeborenen die halbe Nacht auf den Gängen unterwegs, weil er keine Ruhe mehr gefunden hat.
Kaum zu Hause hat sich wieder die ganze Sippe angekündigt. Sie wollten dann natürlich das Kinderzimmer begutachten und den Mini knuddeln. Aus anderen Familien kenn ich das so, dass die Sippe dann Essbares mitbringt, da Rücksicht auf die frischgebackene Mama genommen wird und man Verständnis hat, dass sie Wichtigeres als das leibliche Wohl ihrer Verwandtschaft im Kopf hat.
Denkste!!!
Hier lief das so, dass man in bedröppelte Gesichter geblickt hat, als nur Kaffee und kalte Getränke angeboten wurden. Auch mir hat irgendwann der Magen geknurrt, aber ich habe mit dem Essen tapfer gewartet, bis alle wieder verschwunden waren.
Die ersten zwei Wochen waren einfach nur stressig.
Drei Monate später ist das Interesse wieder abgeflacht. Ab und an wird mal nachgefragt, wie es uns so geht, aber auf gegenseitige Besuche kommt eher selten die Sprache. Fühlt sich auch immer öfter nach "Pflichtbesuch" an. Und hintenrum das typische "Die melden sich nie" von denen, die sich auch nie melden.
Das größte Problem der Familie ist wohl, dass heile Welt gespielt wird, die Grundpfeiler über die Jahre aber immer brüchiger geworden sind. Jeder hat eigentlich an Jedem was auszusetzen, aber anstatt mal die Fakten auf den Tisch zu bringen, wird sich tapfer ins Gesicht gelacht.
Mir graut es jetzt schon vor dem ersten Weihnachtsfeiertag und der Megazusammenkunft, bei der Punkt 13 Uhr das Essen auf dem Tisch steht, Punkt 15 Uhr Kaffe und Kuchen gereicht wird und die ganze Veranstaltung gegen spätestens 18 Uhr ihren absoluten Tiefpunkt erreicht.
Es gibt sehr liebenswerte Familienmitglieder, die ich nicht missen wollte. Aber es gibt auch die Anderen, mit denen man wohl ohne Verwandtschaftsverhältnis niemals privaten Kontakt hätte.
Vielleicht wird es auch irgendwann wieder besser....
Vielleicht verreisen wir dieses Jahr auch einfach über Weihnachten....
mousee81 am 20. Juni 13
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Ausgefreundet
So schnell gehts nach 13 Jahren...unglaublich!
Meine Freundin war schon immer ein schwieriges Persönchen, das viel Aufmerksamkeit für sämtliche Wehwehchen braucht. Trotzdem hab ich sie immer als liebenswert und zuverlässig empfunden, sonst wären wir nicht so lange befreundet gewesen.
Die letzten zwei Jahre wurde es allerdings zunehmend anstrengender ihr Denken und Handeln zu verstehen, sie machte eine krasse Veränderung durch, an der ihr neuer Partner sicher nicht unschuldig war. Aber trotzdem war ich im Rahmen meiner Möglichkeiten immer für sie da.
Bis Tag X kam, an dem Ihr "Neuer" böse Sachen über sie öffentlich gepostet hat. Mal wieder Streit und Trennungsalarm. Sie schreibt mich an, fragt, ob wir kurz telefonieren können. Das erste und einzige Mal hab ich wirklich keine Zeit und seitdem hab ich nix mehr von ihr gehört.
Selbst als drei Monate später mein Sohn auf die Welt kam nicht, was mich dann echt sehr enttäuscht hat.
Zwei Monate und etliche Gedanken später konnte ich das einfach nicht mehr ertragen, dass so im Raum stehen zu lassen und hab sie kontaktiert.
Das Ende vom Lied?!
SIE ist so verletzt und enttäuscht (wegen dem nichtgeführten Telefonat), dass SIE nicht über ihren Schatten springen konnte. SIE weiß nicht, ob SIE das so schnell verzeihen kann. Und SIE weiß nicht, ob ein einfaches "Tut mir leid" reicht....
Ich war total sprachlos über so viel Verdreherei und Egoismus.
Bis dato immer noch keine Nachfrage zu Geburt oder Gesundheit des Kleinen.
Mir ist es nach der langen Zeit echt nicht leicht gefallen, aber im Lauf des Gesprächs wurde mir klar, dass das SO nicht mehr geht.
Die letzen Worte..
Sie: und jetzt?
Ich: Keine Ahnung
Sie: Musst du doch wissen, ob du das nur klären wolltest, damit es nicht im Raum steht, oder ob du wert auf Kontakt legst.
Ich: Weißte, deine Aussagen liegen mir grad schwer im Magen, mir reicht die Klarheit. Ich wünsch dir eine schöne Zukunft.
That´s it!
13 Jahre für den Arsch...
mousee81 am 20. Juni 13
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